Die LÜBECKER MUSEEN haben wieder geöffnet

Liebe Besucher:innen,

die LÜBECKER MUSEEN haben wieder ihre Türen für Sie geöffnet!

Für Ihren Museumsbesuch ist eine vorherige Terminvereinbarung notwendig. Dies geht ganz einfach spontan durch unsere Mitarbeitenden an der Museumskasse vor Ort oder telefonisch unter 04511224242 oder per Email. Bitte nennen Sie in ihrer Nachricht unbedingt den Namen des Museums , dass Sie gern besuchen möchten.

Zu Ihrer eigenen Sicherheit findet eine Kontaktdatenerfassung statt. Dafür nutzen wir die Luca-App. Ihre Kontaktdaten können Sie direkt in die App hochladen, oder Sie füllen einfach händisch unseren Kontaktbogen an der Museumskasse aus. 

Beachten Sie bitte auch die dafür notwendigen Hygiene- und Sicherheitsbedingungen.

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    shunga "Oh, ich bin neidisch!", Japan um 1890

Sex und Vorurteil
Eine Ausstellung der Völkerkundesammlung Lübeck

In den Sonderausstellungsräumen des St. Annen-Museums zeigt die Völkerkundesammlung Lübeck unterschiedliche Exponate aus Asien, Afrika und Europa. Es wird ein zeitlicher Bogen von der Antike bis in die Gegenwart gespannt. Wie der Titel bereits erahnen lässt, beschäftigen wir uns mit Fragen zur Sexualität und zum Thema Gender.

Gerade bezogen auf Afrika und Asien ist unsere Wahrnehmung sehr stark von Vorurteilen geprägt. Anhand von historischen Fotografien, Reiseberichten und Werken der erotischen Kunst aus unserer Sammlung wollen wir den Wurzeln dieser Klischees auf den Grund gehen.

Mit dieser Ausstellung bietet die Völkerkundesammlung einen Beitrag zu den Gender-Debatten, die unsere Gesellschaft derzeit polarisieren. Mit Beispielen aus Europa, Afrika und Asien wollen wir den vielfältigen Bedeutungen von Sexualität und Geschlechterrollen nachspüren und zu Vergleichen mit unserer eigenen Kultur anregen. Die Tatsache etwa, dass es seit Jahrhunderten in allen Erdteilen Vorstellungen von Geschlechterrollenwechseln gibt, mag unsere Debatten weniger neu und singulär erscheinen lassen.
Ebenso beschäftigen uns Vorurteile und Klischeebilder wie das der „sinnlichen Asiatin“ oder des „gut bestückten“ Afrikaners. Auf der Suche nach den Wurzeln dieser Stereotype stoßen wir auf historische Reiseberichte und die europäische Kunst des Orientalismus. 

Vorurteile spiegeln sich auch in Exponaten der Völkerkundesammlung wider, die als „erotische Kunst“ gelten, obwohl sie in den Ursprungskulturen ganz andere religiöse und politische Themen repräsentieren. Zudem entpuppen sich viele dieser Werke bei unseren Recherchen als Exportwaren für den europäischen Kunstmarkt. Sie sind somit Zeugnisse der Globalisierung, die ebenso viel über uns und unsere Vorurteile erzählen, wie über die Kulturen, aus denen sie stammen.

 

Am 26.03.2021 um 19 Uhr wurde die Ausstellung mit einer digitalen Vernissage eröffnet.

 
Wie bei einer analogen Eröffnung erwartet Sie ein Grußwort von Prof. Dr. Hans Wißkirchen (Leitender Direktor der LÜBECKER MUSEEN) und eine Einführung durch Dr. Lars Frühsorge (Leiter der Völkerkundesammlung Lübeck). Darüber hinaus können Sie sich auf ganz besondere Performances und künstlerische Darbietungen freuen. Sehen Sie hier einen Mitschnitt der Eröffnung.

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Multimediaguide

In diesem E-Guide finden Sie Hintergrundinformationen zu einigen Exponaten und Medieninhalten. Erfahren Sie alles über die spannenden Geschichten zu den ungewöhnlichen Objekten rund um das Thema Sex und Gender.

Zum E-Guide

Unsere Dialogbox aus der Ausstellung 

Hier finden Sie alle Besucher:innenfragen und die Antworten der Vereine sowie Erfahrungen und Visionen rund um das Thema "Sex und Vorurteil".

Zur Dialogbox

Amulett, Thailand, 21. Jh.
Afrika-Objekte der Sammlung Muhlack
Afrika-Objekte der Sammlung Muhlack, 20. Jh.
Schale, Griechenland
Schale, Griechenland, 21. Jh.
Fetischstiefel, Deutschland/Italien, 21. Jh.
Fetischstiefel, Deutschland/Italien, 21. Jh.
Schuhe für gebunden Füße, China, 19. Jh.
Schuhe für gebundene Füße, China, 19. Jh.
Miniaturmalerei, Indien, 21. Jh.

Die nächsten Termine der Ausstellung

SO | 18.04.2021 | 19:00 - 20:30 Uhr
Lesung
Wüstenblume muss nicht sein! – Die Kisii, das Wissen und der Wandel
Online-Lesung
Wüstenblume muss nicht sein! – Die Kisii, das Wissen und der Wandel
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Texte aktiver Gegner:innen von weiblicher Beschneidung mit Statements von Lübecker:innen aus Eritrea und Äthiopien.

Es liest:
Rebecca Indermauer (Schauspielerin)

Statements mit Lübeck-Bezug von:
Efrem Tesfay (Daero Eritrea e.V.)
Gigi Hailenicael (Frauen helfen Frauen e.V.)

Musikalische Begleitung:
Paul Frey (Handpan)

Moderation:
Elsbeth Hoeck (Netzwerkoordination Frühe Hilfen)

Dank des Fulda-MOSOCHO-PROJEKTS vom Verein LebKom e.V. konnten inzwischen schon tausende Mädchen vor der Genitalbeschneidung geschützt werden. In berührenden Texten beschreiben die kenianischen Aktivist:innen wie sie die tief verwurzelte Tradition überwinden konnten. Die Texte machen Mut, sich diesem Thema kultursensibel und wertschätzend zu stellen. 
Denn das Thema Beschneidung ist auch in Deutschland präsent. Auf der Lesung berichten Vertreter:innen aus betroffenen Communities aus Lübeck von ihren Erfahrungen und Hoffnungen, das mehr Wissen zur höheren Sensibilität für das Thema entsteht. Rund um Schwangerschaft und Geburt gilt es, betroffene Frauen gut zu begleiten und Mädchen aus Familien, in der diese Tradition praktiziert wird, zu schützen. Denn Beschneidungen finden weiterhin statt. 
Die Lesung wird aufgezeichnet und am 18. April während der Veranstaltung ausgestrahlt. Begrüßung und ein anschließendes Gespräch, inklusive Fragerunde, findet live über Zoom statt.

Anmeldung über  Einladungungsversand@web.de  , die Zugangsdaten werden zugeschickt.

Veranstalter:innen: Flüchtlingsforum Lübeck e.V. in Kooperation mit LEBKOM e.V.

Abweichender Ort:
Anmeldung über Einladungungsversand@web.de , die Zugangsdaten werden zugeschickt.
Zum Zweck der Nachverfolgung von Infektionsketten, sind wir verpflichtet, die Kontaktdaten aller Gäste zu erfassen. Bitte machen Sie von der Möglichkeit Gebrauch, sich bereits vor der Veranstaltung zu registrieren.