Die LÜBECKER MUSEEN haben wieder geöffnet

Liebe Besucher:innen,

die LÜBECKER MUSEEN haben ihre Türen für Sie geöffnet! Ihnen, liebe Besucher:innen, die sichere Teilhabe an den kulturellen Schätzen der Stadt Lübeck in unseren Museen zu ermöglichen, ist uns ein wichtiges Anliegen. 

Der Besuch unserer Museen und Ausstellungen ist nur für nachweislich getestete, geimpfte oder genesene Personen möglich. Selbsttests dürfen wir nicht anerkennen. Ausgenommen von der Testpflicht sind Kinder unter 7 Jahren sowie minderjährige Schülerinnen und Schüler, die nachweislich regulär zweimal pro Woche in der Schule getestet werden.

Besucher:innen die das 16. Lebensjahr vollendet haben, bitten wir ihre Identität mittels eines gültigen amtlichen Lichtbildausweises nachzuweisen.

Die Pflicht zur Kontaktdatenerfassung, sowie zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung entfällt.

Wir empfehlen Ihnen, zu anderen Besucher:innenn und Museumsmitarbeiter:innen weiterhin einen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Eine Verpflichtung dazu gibt es aber nicht mehr.

Bitte befolgen Sie weiterhin die bekannten, vor Ort nochmals ausgeschilderten Hygienevorschriften.

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Lebenslange Leidenschaften

Private Sammlungen im Besitz des St. Annen-Museums

26.03.2017 Bis 24.09.2017

Vier leidenschaftliche Sammlerpersönlichkeiten –  vier völlig verschiedene Sammlungsgebiete begeistern die Besucher des St. Annen-Museums. Ob skurril oder wertvoll, Massenware oder Solitär –  die Schau in den Sonderausstellungsräumen des St. Annen-Museums spiegelt die Lebensleistung  und die Lebensfreude von vier norddeutschen Sammlern und nimmt den Betrachter mit in deren sehr eigen(sinnig)en Kosmos.

Weithin einzigartig ist die Sammlung Glüsing mit tausenden von Kuriositäten aus Rinderknochen, die zum Lebensalltag im 18. und 19 Jhd. gehörten. Diese Massenware der Alltagsbewältigung mischt sich unter die rd. 60 edlen Gefäße alter Lübecker Gold- und Silberschmiedekunst aus der Sammlung Trautsch. Und kleine Gruppen wertvollen Meissner Porzellans, das zu Beginn des 18. Jahrhunderts auch als Ersatz für die silbernen Trinkgefäße entstand, übergab der Mäzen und Kunstfreund C. J. Heinrich dem Museum. Nur scheinbar stehen die rd. 120 Elektrogeräte aus der Sammlung Jensen im Kontrast dazu, dokumentieren doch auch sie eine neue Entwicklung: die Elektrifizierung des Alltags. Dies ist bei aller Verschiedenheit der vier Sammlungen das übergreifende Element: Sie veranschaulichen, wie kunstvoll und pfiffig der Wandel von Kulturtechniken durch den Gestaltungswillen des Menschen gemeistert wurde. 

Jede dieser Sammlerpersönlichkeiten hatte ihre besonderen Beweggründe für das Zusammentragen ihrer privaten Wunderkammer aus dem Kunsthandel und von den Flohmärkten. Das Jagdfieber, der Hang zur Vollständigkeit, der Stolz auf die Leistungen der Vorfahren in der Heimatstadt und die  zeitlose Ästhetik stehen hier gleichberechtig neben einander. Einige spektakuläre Neuerwerbungen und Trouvaillen aus dem Altbestand der 300jährigen Museumssammlung zeigen, wie diese Sammlungen die Schwerpunkte im Museumskonzept sinnvoll ergänzen.